Wie wir KI beim Schreiben einsetzen

Wir bauen KI-Systeme für Kunden. Unsere eigenen Artikel dann von Hand zu tippen, damit darunter ein Siegel ‚ohne Maschine entstanden‘ passt, wäre eine merkwürdige Art, den Nachmittag zu verbringen. Also ja: Hier schreibt eine Maschine mit. Was das heißt, steht auf dieser Seite.

Wobei KI hilft

  • Recherche und Vorsortieren von Quellen: Veröffentlichungen, Studien, Primärdokumente. Das Modell liest schneller als wir.
  • Rohfassungen und Formulierungsvorschläge nach einer Gliederung, die von uns stammt.
  • Grafiken: Diagramme aus Zahlen, die wir vorgeben.
  • Gegenlesen auf Widersprüche, Wiederholungen und schiefe Bilder. Modelle sind gnadenlos gute Korrektoren und ausgesprochen mittelmäßige Autoren.

Was Menschen machen

  • Thema, These und Haltung. Ein Sprachmodell hat keine Meinung, es hat Wahrscheinlichkeiten. Die Meinung kommt von uns, und darauf kann man uns festnageln.
  • Quellen: Wir lesen die Veröffentlichungen, auf die wir uns berufen, im Original und gleichen jede Zahl mit der Quelle ab.
  • Jede Zeile geht durch eine inhaltliche Prüfung. Wir kürzen, streichen und schreiben um, und der erste Entwurf überlebt das selten.
  • Freigabe: Kein Artikel veröffentlicht sich selbst.

Die deutsche und die englische Fassung schreiben wir getrennt, jede in ihrer eigenen Sprache. Übersetzte Artikel verraten sich nach zwei Sätzen, und niemand liest sie gern.

Was wir nicht tun

  • Keine erfundenen Quellen, Zitate oder Zahlen. Wenn ein Modell eine Veröffentlichung halluziniert, fällt das auf, weil wir sie lesen wollten.
  • Keine KI-Fotos von Menschen, die es nicht gibt, mit Zitaten, die sie nie gesagt haben.
  • Keine vierzig Artikel pro Monat. Wir könnten. Das Internet hat davon schon genug.

Wer dafür geradesteht

Verantwortlich für die Inhalte nach § 18 Abs. 2 MStV ist Gaylord Aulke. Die Anschrift steht im Impressum. Beschwerden landen also bei einer Person mit Adresse.

Warum diese Seite überhaupt existiert

Seit August 2026 verlangt Artikel 50 der KI-Verordnung eine Offenlegung für KI-generierte Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren. Die Pflicht entfällt, wenn ein Mensch den Text redaktionell prüft und dafür einsteht. Die halbe Branche hat daraufhin Siegel gebastelt, die niemand anklickt, und Ratgeber zur Kennzeichnungspflicht veröffentlicht, vermutlich mit KI. Die Ausnahme greift bei uns. Wir legen es trotzdem offen, weil zwei Minuten Beschreibung mehr wert sind als ein Siegel, hinter dem nichts steht.

Fehler gefunden?

Dann haben Sie genauer gelesen als wir. Schreiben Sie an [email protected]. Wir korrigieren und schreiben dazu, was falsch war.

Stand: September 2026