(deutsch) Wer hätte das gedacht, Klimaanlagen können also durch Kondenswasser echte Schäden am Mauerwerk anrichten? Insbesondere spannend, wenn man durch Abtasten der verdächtigen Komponenten maximal eine geringe Feuchtigkeit feststellt. Aber die Hausverwaltung bestand auf einer genauen Untersuchung unserer Klimaanlage. Und das obwohl nebenan Uralt-Rohre verlaufen, von der Zeit vor dem Krieg (ja, unser Office ist in einem Altbau). Irgendwie erinnert mich das an die guten alten Helpdesk-Zeiten, in denen der erste Verdacht bei Fehlfunktionen des Computers immer war: Unzureichende Erdung des Benutzers. Generationen von Datentypistinnen mußten sich mit Erdungskabeln an der Heizung festmachen und teure Büroteppiche mit der Aufschrift "antistatisch" wurden angeschafft. Nicht dass diese zweifellos Ästhetik-Schädigenden Maßnahmen irgendwas an der Stabiliät der Rechner geändert hätten. Aber wenn mans dann schonmal hat... Aber zurück zum Wasser-Problem: Nach meiner Erfahrung müssen schon viele Liter Wasser regelmäßig in so eine Außenwand fließen, damit die nachhaltig nass wird (vor allem im Stockwerk dunter). Inzwischen ist unsere Klimaanlage außer Verdacht und in unserer Besprechungsraumwand prangt ein 50x50 cm Loch, hinter dem Uralt-Rohre und Rost zu sehen sind. Man darf gespannt sein, was noch so zur Ermittlung der (offensichtlichen) Ursache getan werden muss. Vielleicht bekommen wir die Auflage Luftentfeuchter zu installieren, weil vielleicht die Raumluft zu viel kondensierende Flüssigkeit enthält? In jedem Fall bin ich immer wieder dankbar für Lektionen in Problemkomplexifizierung und den angrenzenden Wissenschaften wie Nutzerbeschuldigung oder die klassiche Mulderisierung (nach Agent Mulder aus Akte-X) von an sich einfachen Sachverhalten...