Jahrtausendwende

Erst gestern hatte ich in unserer Firmenküche mit einem Kollegen eine hitzige Diskussion über Urheberrecht im Internetzeitalter. Und heute macht mich Lars Jankowfsky auf einen genau passenden Blog-Eintrag von Kristian Köhntopp aufmerksam, der auf den Punkt bringt, warum die Diskussion so zäh verlief: Meine Sichtweise über den "Impact" des Internets und die offensichtlich früher oder später eintretenden Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft entspringt einem Blickwinkel, den einfach nicht alle teilen.

Wobei ich nicht glaube, dass es eine reine Frage von biologischem Alter ist. Für mich ist es eher eine Frage von Paralleluniversen. Es gibt Menschen, die solange sie denken, digitale Medien nutzen (ich habe dazu auch mal den zeitgeistigen Begriff "digital Native" gehört) aber trotzdem nie da hin kommen werden, wo Kristian heute ist.

Warum? Weil sie nicht _ganz_ drin sind. Kristian arbeitet im/am Netz, kommuniziert mit lauter Leuten die das auch tun, rund um die Welt. Alle mit einer - angenommen - ausgeprägten Abstraktionsgabe. Werden in Zukunft alle Menschen so sein?

Es wird immer noch Leute geben, deren Broterwerb außerhalb des allumfassenden Kommunikationsmediums stattfindet. Und welche, die sich da einfach unwohl fühlen, so wie es Leute gibt, die sich mit dem Auto nicht in die Großstadt trauen. Wo ich aber absolut zustimme ist, dass in Bereichen wie Copyright und Persönlichkeitsrechten (Recht am eigenen Bild etc.) noch einige kontroverse Diskussionen mit Protagonisten aus den unterschiedlichen "Lagern" zu erwarten sind.

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